Die rote Re 6/6 11615 in Schaffhausen
Technische Daten
| Bahnverwaltung: | SBB CFF FFS |
| Baujahr: | 1972 - 1980 |
| Länge über Puffer: | 19.31 m |
| Gewicht: | 120 t |
| Leistung: | 7900kW / 10600 PS |
| Höchstgeschwindigkeit: | 140 km/h |
| Betriebsnummern: | 11601 - 11689 |
Die Re 6/6 kamen zu Beginn der 1970er Jahre auf die Schienen. Die Re 6/6 war nach der Ae 6/6 die zweite sechsachsige SBB-Lok
ohne Laufachsen. Im Gegensatz zur Ae 6/6 hat die Re 6/6 allerdings die Achsfolge Bo'Bo'Bo', das heisst, die sechs Achsen sind auf
drei Fahrgestelle verteilt. Diese Aufteilung ist insofern vorteilhaft, dass die Schienen mechanisch weniger stark beansprucht werden.
Die von SLM und BBC konstruierten Maschinen gleichen von ihrem Äusseren der Re 4/4 II, ausser, dass sie natürlich
etwa vier Meter länger sind. Zudem verleiht ihr das etwas höhere, vorne abgerundete Dach von vorne doch ein recht bulliges Aussehen.
Dank der Produktion von vier Prototyp-Maschinen, die auf Herz und Nieren getestet wurden und deren Erkenntnisse in den Bau
der Serienloks einfloss, kannte die Re 6/6 keine namhaften Kinderkrankheiten. Von Anfang an kamen die Maschinen vor allem auf
Bergstrecken zum Einsatz. Auch heute findet man sie vor allem am Gotthard, Simplon oder auch Lötschberg. Zum Einsatz kommen sie
vor Transitgüterzügen, wo sie häufig zusammen mit einer Re 4/4 II als "Re 10" unterwegs sind. Aber auch vor Schnellzügen,
Intercitys und Eurocitys kamen sie bisweilen zum Einsatz. Gelegentlich kann man die Lokomotiven auch im Flachland beobachten.
Ursprünglich waren die Re 6/6 grün gespritzt. Anlässlich der Revisionen bekamen die meisten von ihnen ein rotes Kleid, wie es
heute bei den SBB üblich ist. So sind heute nur noch wenige grüne Re 6/6 im Einsatz.
Noch heute, 30 Jahre nach ihrer Entstehung sind die Re 6/6 die stärksten einsatzbereiten Lokomotiven der SBB. Trotz der Beschaffung
neuer Lokomotiven sind die SBB nach wie vor auf die Dienste dieser Kraftpakete angewiesen und werden es vorläufig wohl auch noch bleiben.
Von den ursprünglich 89 in Betrieb gesetzten Maschinen sind nach wie vor alle im Einsatz bis auf die 11638, die nach einem schweren Unfall
am 16. Februar 1990 in Saxon (VS) ausrangiert werden musste.
Die Re 620, wie die Re 6/6 nach dem neuen Nummerierungsschema heissen, wurden inzwischen alle der Division Güterverkehr zugeteilt.
Damit werden sie in Zukunft alle den rot-blauen Cargo-Anstrich erhalten.