Um einen sinnvollen Analogbetrieb auf einer Modelleisenbahnanlage dieser Grössenordnung zu ermöglichen, braucht es elektronische
Schaltungen, die einem einen Teil der Arbeit abnehmen und die Steuerung der Züge zumindest teilweise übernehmen.
Die elektronischen Schaltungen, die auf meiner Modelleisenbahnanlage zur Anwendung kommen, habe ich zum grössten Teil
selber entwickelt. Das hat den Vorteil, dass ich die Funktionsweise der Schaltungen exakt an die Anforderungen anpassen konnte.
Dabei kam mir natürlich meine Ausbildung als Radio- Fernsehelektriker zu Gute.
Nehmen wir als Beispiel jenen unerwünschten Effekt, der beim Anhalten und Abfahren von Zügen auftritt: Aufgrund ihrer
geringen Ausmasse haben N-Loks in der Regel keine oder nur eine sehr geringe Schwungmasse eingebaut. Das führt dazu,
dass die Loks abrupt anhalten, wenn sie in einen stromlosen Abschnitt einfahren und genauso abrupt wieder abfahren,
sobald sie wieder Strom erhalten. Diesem unerwünschten Effekt kann mit einer elektronischen Brems- und Anfahrverzögerung
begegnet werden.
Unten sehen Sie den Schaltungsplan meiner Brems- und Anfahrverzögerung, die ich für meine Anlage entwickelt habe.
Wenn Sie Lust haben, über die nötigen Kenntnisse und eine Modelleisenbahnanlage verfügen, auf der sie die Schaltung anwenden können,
sind Sie gerne eingeladen, die Schaltung nachzubauen, sie auszuprobieren und mir Ihre Erfahrungen oder Verbesserungsvorschläge
mitzuteilen. Die Schaltung ist für Gleichstrombetrieb konzipiert und funktioniert nur in einer Fahrtrichtung.
Brems- und Anfahrverzögerung
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Liste der Bauteile und Anschlüsse
A1 Anschluss Speisung Fahrspannung (+)
A2 Anschluss Schaltspannung
A4 Anschluss Speiseschiene Halteabschnitt
C1 Elko 470uF, min. 16V
C2 Elko 4700uF, min. 16V
D1 - D5 Dioden 1N4001 oder höher
P1 Trimmer 10k, min. 0,25W
P2 Trimmer 100R, min.0,25W
R1, R5, R6 Widerst. 330R, min. 0,6W
R2 Widerst. 100R, min. 0,6W
R3 Widerst. 22R, min. 0,6W
R4 Widerst. 1k, min. 0,6W
T1 - T4 Transistoren BC338 o. ä.
Erklärung der Schaltung
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