Der Streckenabschnitt der Rhätischen Bahn zwischen Bergün und Preda wird umgangssprachlich oft als "Albulakarussell"
bezeichnet, weil die Bahnstrecke sich hier durch Kehrtunnels und Schleifen windet, über Viadukte führt und immer wieder Talseite
und Fahrtrichtung ändert. Diese ebenso komplexe wie faszinierende Streckenführung wurde nötig, weil das Tal zwischen Bergün und
Preda rund 400 Höhenmeter ansteigt auf einer Distanz von etwa 6 Kilometer. Mit oben erwähnten Massnahmen wurde die Strecke geschickt
verlängert, um die Talstufe zu überwinden, ohne auf ein Zahnradsystem zurückgreifen zu müssen. Dank dieser einzigartigen Linienführung
ist die Albulastrecke bei Eisenbahnliebhabern auf der ganzen Welt bekannt und es pilgern jährlich massenweise Touristen ins Bündnerland,
um die roten Züge der RhB bei ihrer Fahrt über das "Albulakarussell" zu beobachten.
Zugegebenermassen musste ich etwas in die Mogelkiste greifen, um auf dem Foto oben den gleichen Zug auf zwei unterschiedlichen
Ebenen darzustellen. Aber so kommt die eindrückliche Linienführung gleich noch mehr zur Geltung. Unten überquert der Interregio nach
St. Moritz den Albulaviadukt I, oben befindet er sich nach Passieren des Rugnux-Spiraltunnels auf dem Rugnux-Lehnenviadukt.
12. September 2010.